Es gibt im Grunde zwei Wege, zu Energie zu kommen – neben den offensichtlichen wie Luft, Wasser, Nahrung und Schlaf. Der eine Weg führt über andere Menschen: verschiedene Muster und Techniken,
mit denen Energie von jemand anderem „gezogen” wird. Der andere Weg führt über die Anbindung – die innere Verbindung zum Ganzen, zur Einheit, eigentlich zum eigenen inneren Zentrum, aus der
heraus Energie fließt, ohne dass sie jemandem entnommen werden muss.
Wenn zwei oder mehrere Menschen aus dieser Anbindung heraus leben, dann nährt jede Begegnung – ob verbal oder nonverbal – beide Seiten. Es entsteht mehr Energie, nicht weniger. Ganz anders bei
der ersten Art: Da fühlt sich die eine Person kurzfristig aufgetankt, während die andere sich leer, ausgesaugt, benutzt fühlt. Doch genau genommen geht es hier beiden nicht gut, denn beide sind
voneinander abhängig geworden.
Und diese Abhängigkeit trägt ihre eigene Dynamik in sich: Die ausgesaugte Person wird mit der Zeit selbst Techniken entwickeln, um an Energie zu kommen. So schaukelt sich das Muster auf – eine
Negativspirale –, bis entweder beide erkennen, was da eigentlich geschieht, oder bis sie beginnen, sich zu bekriegen, und am Ende resignieren oder sich trennen.
Im Grunde liegt genau hier auch schon die Tür zur Lösung verborgen: Das Erkennen des Musters selbst ist der erste Schritt zurück zur Anbindung.
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